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Gastroskopie / Bronchoskopie

Gastroskopie

Häufiger als bisher angenommen, leiden Pferde an Magengeschwüren. Verschiedene Untersuchungen gehen davon aus, dass 37-60 % aller Pferde erkrankt sind und das nicht immer deutlich zeigen. Ursachen sind vielfältig und lassen sich häufig auf Magendassellarvenbefall, auf Nebenwirkungen verschiedener Medikamente und vor allem auf mentalen Stress zurückführen. Magengeschwüre äußern sich unter anderem in wiederkehrenden Koliken, vor allem kurz nach dem Fressen, schlechte Futteraufnahme, Rückgang der Leistungsbereitschaft und Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Fohlen, die besonders empfindlich sind, zeigen häufig noch zusätzlich unterbrochenes Saugen, Zähneknirschen und Speicheln. Diagnostiziert werden Veränderungen der Magenschleimhaut zuverlässig durch eine Gastroskopie (Magenspiegelung). Die Pferdepraxis am Hellweg führt Gastroskopien bei Ihnen vor Ort im Stall am sedierten Pferd durch. Hierfür ist es sehr wichtig, dass Ihr Pferd mindestens 12 Stunden vor der Behandlung nichts zu fressen bekommt, da sonst der Magen nicht vernünftig untersucht werden kann. Sind Magengeschwüre als Ursache klinischer Beschwerden diagnostiziert, lassen sie sich medikamentös und diätetisch gut behandeln.

Bronchoskopie

Bei der Endoskopie der Atemwege werden nicht nur die Luftröhre und die Aufzweigungen der Bronchien in der Lunge untersucht, sondern auch die oberen Atemwege. So bekommt man Informationen über Nasennebenhöhlen, Siebbein, Luftsäcke und Kehlkopf. Krankheiten wie Siebbeinhämatome, Luftsackinfektionen, Kehlkopfpfeifer und Epiglotic Entrapments können so festgestellt werden. Bei der Untersuchung der unteren Atemwege kann man die Menge und die Konsistenz des Bronchialsekrets beurteilen. Zur genaueren Untersuchung im Labor kann eine Probe entnommen und bakteriologisch und zytologisch untersucht werden.
Zudem geben einem die Art der Veränderungen der Luftröhre und der Bronchien Aufschluss darüber, ob es sich um eine akute oder chronische Entzündung handelt.
So kann man eine präzise Diagnose und Prognose stellen und eine adäquate Behandlung einleiten.